Kempo-Judo: Kampfkunst und Selbstverteidigung

Berichte und Fotos

Budo-Jubiläumsseminar in Gschwend

 

Das Gschwender Jiu-Jitsu-Dojo - eine Abteilung der TSF Gschwend unter der Leitung von Jochen Ziehr - hat zum zehnjährigen Bestehen ein wirklich tolles Seminar auf die Beine gestellt. Da dieses Dojo Mitglied der WJJF-Deutschland ist, ließ es sich auch der deutsche Judo- und Jiu-Jitsu-Pionier Sieghard Weiß (9.Dan)  nicht nehmen, den rund 150 Teilnehmern etwas aus seinem umfangreichen Erfahrungsschatz zu vermitteln. Der 78-jährige deutsche WJJF-Ehrenpräsident beeindruckte mit seiner unterhaltsamen Art und gleichermaßen mit  trotz seines Alters sehr knackigen Techniken. Auch der amtierende deutsche  WJJF-Präsident Sepp Oberhollenzer (6. Dan) machte schon beim Aufwärmen mit schwierigen Turnübungen deutlich, dass 65 Jahre für einen echten Budoka kein "Rentenalter" sind. Obwohl Jiu Jitsu landläufig ja gerne als "sanfte Kunst" bezeichnet wird, ging es bei Oberhollenzer ziemlich hart zur Sache. Besonders bei seinen Würgetechniken versetzte er viele Teilnehmer in Staunen, wie schnell jemand mit Jiu Jitsu in die Knie zu zwingen ist.

Torsten Kosuch (6. Dan) kennt sich gut mit Waffen aus und ließ die Teilnehmer an seinem umfangreichen Wissen über die praxisgerechte Selbstverteidigung teilhaben. Uli Häßner (5. Dan) ist Spezialist für Kyushu-Anwendungen. Durch gezielte Stimulation von sehr sensiblen Punkten am menschlichen Körper bricht er den Widerstand von Gegnern und kann sie dadurch ohne große Kraftanstrengung kontrollieren. Richard Schmidt (5.Dan) ist innerhalb der WJJF-Deutschland der Experte für Hanbo-Jitsu (Stockkampf) und vermittelte neben grundlegenden Bewegungen auch praktische Anwendungen für die Straße. Gerold Bauer (5.Dan)  zeigte Beispiele aus der Welt der harten und schnellen Kempo-Techniken, und Helga Waibel (3.Dan) verblüffte manchen altgedienten Jiu-Jitsu-Sportler mit ihrer Einführung in die Dynamik der Aikido-Bewegungen.

Am Abend traf man sich dann noch zu einer Jubiläumsparty mit Live-Musik und Tanz, an der auch die eigens aus Südtirol angereisten Sportkameraden teilnahmen. Mit dieser Gruppe aus der Heimat von Sepp Oberhollenzer hat sich in den letzten Jahren eine intensive Freundschaft entwickelt und man sich immer sehr freut, wenn es ein Wiedersehen gibt.

 

Sommerferien-Seminar mit Danprüfung in Ruppertshofen

 

Am Sonntag, 14. August, trafen sich in der alten Gemeindehalle in Ruppertshofen knapp 30 Kampfsportler aus verschiedenen Stilrichtungen zu einem Seminar mitten in den baden-württembergischen Sommerferien. Der ungewöhnliche Zeitpunkt kam offensichtlich vielen  gerade recht, weil sie  in der langen Sommerpause nicht einrosten, sondern trainieren und ihre Technik verbessern wollten. Das Seminar wurde ausgerichtet vom Budosportclub Wetzgau (BSC), einem Verein der zur Kuntaiko International  Association of Budo (KIAB) sowie zum National Martial Arts Games Committee Deutschland (NMAGC) gehört und sich mit der Word Ju Jitsu Federation Deutschland freundschaftlich verbunden fühlt. Als Referenten standen KIAB-Präsident Freddy Kleinschwärzer (8. Dan) und BSC-Vorsitzender Gerold Bauer (5.Dan) zur Verfügung. Das Seminar stand unter dem Gesichtspunkt des turnierbezogenen "Allkampfs" (Mixed Martial Arts/Free Fight), ließ aber auch Aspekte aus der praxisorientierten Selbstverteidigung einfließen. So wurde zum Beispiel gezeigt, wie man sicher die Distanz überbrückt  (ohne von Schlägen oder Tritten getroffen zu werden), um  in den "Infight" oder zum Grappling zu gelangen. Neben einigen turniererprobten Takedowns wurden im Wettkampf bewährte Basistechniken (Kontrolle, Hebeln, Würgen) gezeigt. Für einige Teilnehmer war die Welt des Bodenkampfs noch ziemliches Neuland, doch sie hatten trotzdem viel Spaß beim "Balgen" und "Raufen". In Standbereich wurden "Geheimnisse" aus dem Bereich Kickboxen für manchen zu einer echten Offenbarung. Denn mit Hilfe kleiner "Trick" kann man wesentlich schneller kontern und deutlich höher Kicken.

Im Anschluss an dieses Seminar legte Jörg Frank aus Schwäbisch Gmünd seine Prüfung zum ersten Dan im Stil Kempo-Judo Ryu Jiu Jitsu ab.  Von der Prüfungskommission, bestehend aus Freddy Kleinschwärzer (8. Dan), Sepp Oberhollenzer (6. Dan) und Gerold Bauer (5. Dan) wurde dem 39-jährigen BSC-Mitglied sowohl technisch als auch körperlich sehr viel abverlangt. Allein die dynamische Demonstration von über 70 Einzeltechniken aus den Bereichen Schläge, Tritte, Infight-Techniken (Knie/Ellbogen, Kopf), Hebel, Würger, Blocks und Ausweichmanöver war schon ein umfangreiches Programm. Hinzu kamen Würfe aus selbstverteidigungsbezogenen Situationen, sportliche Würfe und letztlich das "Herzstück" jeder Kempo-Judo-Prüfung - die Anwendung der Techniken in freien Sparringskämpfen (Allkampf, Stand- und Bodenrandori) beziehungsweise als Antwort auf realitätsnah ausgeführte Überraschungsangriffe gegen einen oder mehrere Gegner, die zum Teil sogar  bewaffnet waren. Nach rund zwei Stunden harter Arbeit wurde Jörg Frank von Freddy Kleinschwärzer nach KIAB-Art zum "Ritter" geschlagen, in dem er mit dessen brauem Gürtel symbolisch den "Staub" der Schülergrade von ihm abklopfte und ihn dann in der Riege der Kampfsportmeister (Schwarzer Gürtel) willkommen hieß.

 

 

Sepp Oberhollenzer, Gerold Bauer und Freddy Kleinschwärzer (stehend von links)

mit dem frischgebackenen 1. Dan Jörg Frank

 

 

Goshin-Jitsu-No-Kata: Lehrgang der WJJF in Leinzell

Die Form der modernen Selbstverteidigung

Das Musashi-Dojo Leinzell  (also die Jiu-Jitsu-Abteilung der SG Leinzell unter der Leitung von Michel Bleicher) veranstaltete am Samstag, 14. Mai 2011,  unter dem Dach der  World Ju Jitsu Federation Deutschland einen Lehrgang, der den Fokus auf die Goshinjitsu-No-Kata richtete. "Goshin Jitsu" heißt aus dem japanischen übersetzt "die Kunst, sich selbst zu verteidigen". Deshalb umfasst diese Kata insgesamt 21 Technik-Kombinationen für die Verteidigung gegen Angriffe mit und ohne Waffen. Als Referenten standen Sepp Oberhollenzer (6. Dan Jiu Jitsu) und Richard Schmidt (5. Dan Jiu Jitsu) auf der Matte. Beide sind sehr erfahrene Kata-Spezialisten und vermittelten diesen doch recht umfangreichen und auch nicht ganz einfachen Stoff auf kurzweilige, unterhaltsame und gleichermassen lehrreiche Art. Vom BSC Wetzgau nahmen Marvin Rommel (3.Kyu), Bernardo Bauer (1.Kyu), Philipp Mönch (1.Dan) und Gerold Bauer (5.Dan) an dem Lehrgang teil.

Im Gegensatz zur Kime-No-Kata, in der klassische Verteidigungsbewegungen aus der Samurai-Zeit (zum Beispiel gegen Dolch und Schwert) präsentiert werden, wurde vom Kodokan in den 50er-Jahren mit der Goshinjitsu-No-Kata eine Techniksammlung für die Verteidigung gegen jene Angriffe zusammen gestellt, mit denen in der modernen Zeit zu rechnen ist - also auch gegen Angriffe mit westlichen Boxtechniken oder Bedrohungen mit Handfeuerwaffen. Darüber hinaus geht es um die Abwehr von Messerattacken oder von Festhaltegriffen an den Händen oder am Revers. Auch das Würgen wird berücksichtigt, so dass bei dieser Kata alle elementaren Bewegungsprinzipien gegen die verschiedenen Arten des Angriffs geschult und letztlich demonstriert werden: Ausweichen, Blockieren, Kontrolle des Angreifers durch schmerzhafte Gelenkhebel etc. werden in realitätsnaher Form behandelt. Was man in der Goshinjitsu-No-Kata lernt, hat Beispielcharakter, so dass auf der Basis dieser Bewegungsprinzipien auch alle anderen Jiu-Jitsu-Techniken besser verstanden werden.

Nach mehreren Stunden intensiven Übens führten die Lehrgangsteilnehmer aus den im Gmünder Raum beheimateten Dojos Leinzell, Gmünd, Gschwend und Wetzgau sowie  eigens angereiste Budo-Sportler aus Baden, Hessen und aus Sachsen das Gelernte vor. Dabei zeigte sich, dass es den beiden Dozenten gelungen war, selbst völligen Kata-Neulingen in wenigen Stunden sehr viel zu vermitteln. Als Michel Bleicher bekannt gab, diesem Kata-Lehrgang in Leinzell weitere folgen zu lassen, war ihm der Beifall der Teilnehmer sicher.

 

 

Erfolgreiche Abwehr eines Messerangriffs

 

 

Richard Schmidt greift Sepp Oberhollenzer mit dem Hanbo an

 

Ehrung für BSC-Mitglieder


Am  19. März 2011  fand im Schloss Linderhof bei Oberammergau die internationale Ehrungsgala der "Munich Hall of Honor and Spirit" statt, bei der Kampfsportler aus den USA, Großbritannien, Italien, der Schweiz und aus Deutschland für besondere Verdienste um die Kampfkünste geehrt wurden.  Mitglied der Jury war auch die Action-Schauspielerin Karen Shepherd aus Hollywood. Bernardo (1.Kyu), Edoardo (2.Kyu), Izolde (3.Kyu) und Gerold Bauer (5.Dan) wurden als "Martial Arts Family of the Year" geehrt.  Die Auszeichnung der vier Mitglieder des BSC Wetzgau erfolgte für ihr langjähriges Engagement in der Gewaltprävention und bei Benefiz-Veranstaltungen. 

 

 

 

 

 

Text/Foto: pr

 

Philipp Mönch neuer Dan-Träger des BSC Wetzgau

 

Im Rahmen eines Seminars in Würzburg, bei dem Freddy Kleinschwärzer (8. Dan und Präsident der Kuntaiko International Association of Budo, kurz KIAB) praxisorientierte Selbstverteidigungstechniken vermittelte, legte Philipp Mönch aus Wetzgau erfolgreich seine Prüfung zum 1. Dan im Kempo-Judo Ryu Jiu Jitsu. Mönch fungiert seit längerem als Jugendtrainer im BSC Wetzgau und wird nun auch verstärkt im Erwachsenen-Bereich unterrichten.

Darüber hinaus ist der 19-jährige Kampfsportler ehrenamtlich im Gmünder Jugendhaus engagiert und leitet dort Veranstaltungen zur Gewaltprävention.
Die Prüfungskommission setzte sich zusammen aus Freddy Kleinschwärzer (8. Dan), Gerold Bauer (5. Dan) und Edgar Hergert (2. Dan).

Sie zeigten sich sehr angetan von der schriftlichen Zulassungsarbeit, die bei allen Dan-Prüfungen der KIAB verlangt wird.

Mönch hatte sich anhand von Beispielfällen mit dem Thema Selbstsicherheit und Gewaltprävention ausführlich befasst und interessante Lösungsansätze für die Bewältigung von Problemen oder Konflikten präsentiert.
Nach eine Lehrprobe im Rahmen des Seminars in Würzburg wurden die praktischen Fähigkeiten des Prüflings sehr streng unter die Lupe genommen.

Gezeigt wurden neben 20 Würfen rund 100 Einzeltechniken aus den Bereichen Ausweichen, Blocks, Hebel, Würgegriffe, Festlegetechniken am Boden, Schläge, Tritte sowie Nahkampftechniken mit Knie, Ellbogen und Kopf. Anhand zahlreicher Beispiele wurde demonstriert, wie diese Einzeltechniken in einer realistischen Verteidigungssituation sinnvoll miteinander kombiniert werden können.

Danach mussten bei Kämpfen mit ständig wechselnden Gegnern bewiesen werden, dass sowohl im Stand als auch am Boden die Anwendung der Techniken wirklich beherrscht wird. Und bei Überraschungsangriffen musste sich der Prüfling in Sekundenbruchteilen entscheiden, wie er sich gegen bewaffnete oder unbewaffnete Angreifer zur Wehr setzen kann. Dabei wurde er von bis zu fünf Angreifern gleichzeitig sehr hart attackiert.

Nach rund zwei Stunden Dauerbelastung  und einem Notendurchschnitt von 2,3 bekam  Philipp Mönch  im Rahmen eines japanischen Rituals, das an einen "Ritterschlag" erinnert,

 von Freddy Kleinschwärzer den schwarzen Gürtel überreicht - verbunden mit dem Hinweis, dass ein Dan-Träger jederzeit eine Vorbildfunktion ausüben muss.

Bei dieser Gelegenheit gratulierte Kleinschwärzer auch Jörg Frank, Raphael Elbing und Bernardo Bauer,

die vor wenigen Wochen unter dem Dach der KIAB ihre Prüfung zum braunen Gürtel erfolgreich absolviert hatten.

 

 

Philipp Mönch vom BSC Wetzgau (mit Urkunde) legte in Würzburg die Prüfung zum 1. Dan ab. Unser Bild zeigt ihn mit den Prüfern Freddy Kleinschwärzer (8. Dan), Gerold Bauer (5. Dan) und Edgar Hergert (2. Dan) sowie Jörg Frank, Raphael Elbing und Bernardo Bauer, die kürzlich ihre Braungurt-Prüfung abgelegt hatten und nun Philipp Mönch bei der Prüfung als Angreifer dienten.  Foto: privat

 

 

Demo bei "Deutschland bewegt sich

Im Rahmen der bundesweit stattfindenden Aktion "Deutschland bewegt sich" (veranstaltet von der BarmerGEK) hat das KIAB-Dojo vom BSC Wetzgau zusammen mit dem ehemaligen Olympiasieger und späteren Profi-Weltmeister im Boxen, Thorsten May, am 10. Juli in Schwäbisch Gmünd eine Show unter dem Motto "Kampfsport und Selbstverteidigung" inszeniert. Das Bild zeigt Thorsten May bei der Sparring-Demonstration mit Philipp Mönch (1.Kyu). Moderiert wurde der Auftritt von Gerold Bauer (5.Dan Kempo-Judo), der auch selbst vor dem Publikum die Abwehr bewaffneter und unbewaffneter Angriffe demonstrierte. Ebenfalls am Programm beteiligt waren Erika Müller (1.Dan Kempo-Judo), Jörg Frank (1.Kyu Kempo-Judo) sowie Moritz Rettenmayer (2.Kyu Judo) und Charlotte Rettenmayr (7.Kyu Judo).

 

                             


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Kampfsportler machen sich für "Tour Ginkgo" stark

Auch OB Richard Arnold und Chefarzt Dr. Jochen Riedel beim Seminar in Wetzgau auf der Matte

Stark sein gehört beim Kampfsport immer irgendwie zum "Geschäft". Gelehrt wird aber auch, dass man seinen Mut und seine Stärke, zum Beispiel im Rahmen der Zivilcourage, dazu nutzen soll, Menschen in Not beizustehen. Helfen wollten die Kampfsport-Dojos aus den Gmünder Stadtteilen Hardt und Wetzgau sowie aus Mutlangen, Leinzell und Gschwend auch den Familien, in denen ein Kind schwer krank ist. Beim Benefiz-Seminar auf dem Rehnenhof wurden über 800 Euro für die "Tour Ginkgo" zusammen getragen. Als sich die beiden Trainer Gerold Bauer (BSC Wetzgau) und Josef Oberhollenzer (TSB Gmünd und TSF Gschwend) im Frühjahr über die "Tour Ginkgo" und den an der Stauferklinik zu gründenden "Bunten Kreis" unterhielten, wurde sehr spontan die Idee geboren, mit dem Erlös aus einem Benefiz-Seminar diese gute Sache zu unterstützen. Beide sind als hochgraduierte Kampfsportlehrer Mitglied im National Martial Arts Games Commitee und repräsentieren darüber hinaus noch ihre Kampfsport-Verbände "World Jiu Jitsu Federation" sowie "Kuntaiko International Association of Budo". Schnell waren Mitstreiter gefunden: Die Dojo-Leiter Helmut Schauaus,,Reiner Fürst und Michael Bleicher konnten sich spontan für diese Idee begeistern, und so wurde die Durchführung eines gemeinsamen Lehrgangs in der Mehrzweckhalle der Friedensschule in die Wege geleitet und fleißig Werbung dafür gemacht. Neben Oberhollenzer  (6. Dan Jiu Jitsu) und Bauer (5. Dan Kempo-Judo) erklärten sich Richard Schmidt (5. Dan Jiu Jitsu) und der amtierende Karate-Weltmeister Thomas Lamm (3. Dan Karate) ebenfalls bereit, unentgeltlich zu unterrichten. Auch Dietmar Großkinsky   (3. Dan Kempo-Judo) aus Illertissen sagte zu, und der Gmünder Rettungssanitäter Alfred Brandner (2. Dan Taekwondo) bot ebenso seine Mitwirkung an. Rund 80 Kampfsportler vom Grundschulkind bis zum Senior sowie vom Anfänger bis zum Schwarzgurt fanden sich dann auf dem Rehnenhof ein, um fünf Stunden lang die hohe Kunst der Selbstverteidigung zu trainieren und mit ihrer Teilnehmergebühr die "Tour Ginkgo" zu unterstützen. Dank gespendeter Kuchen kam auch bei der Bewirtung einiges zusammen. Eingangs stellte die "Tour Ginkgo"-Protagonistin Christiane Eichenhofer ihr Projekt vor und erläuterte detailliert, was mit den Spenden aus dem Gmünder Raum im Gmünder Raum Gutes getan werden kann. Sie berichtete außerdem aus ihre eigenen Biographie, wie sie als damals Fünfjährige Leukämie bekam und erst nach elf Jahren als völlig geheilt galt.Wissend, welche Belastung eine so schwere Krankheit für Kinder, Eltern und Geschwister darstellt, setzt die heute 45-jährige, gesunde Mutter zweier Kinder alles daran, dass Familien in dieser Situation so gut wie möglich geholfen wird. Der Chefarzt der Kinderklinik in Mutlangen, Dr. Jochen Riedel, gehört zu den großen Förderern des "Bunten Kreises", und er gesellte sich deshalb als Seminar-Teilnehmer zu den Kampfsportlern. Eine besondere Überraschung war es für alle, dass der Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold den dunklen Geschäftsanzug nebst Krawatte ablegte, sich die Kampfsportkleidung anzog und über einer Stunde lang fleißig mittrainierte und dabei bewies, dass er nicht nur im politischen Bereich über Schlagkraft verfügt.

 

OB Richard Arnold (weißer Anzug)  mit Gerold Bauer                                                                             Gruppenbild aller Teilnehmer und Dozenten

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Gewaltprävention im Jugendhaus in Schwäbisch Gmünd

 

                                               

Kinder- und Jugendtrainer Philipp Mönch hat im Gmünder Jugendhaus ein Kampfsport-Projekt unter dem Gesichtspunkt der Gewaltprävention geleitet.

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Ehrung von Trainer Gerold Bauer

Trainer Gerold Bauer, 5. Dan, wurde am 6. März 2010 als Mitglied der "Munich Hall of Honour" aufgenommen. 

Diese Ehrung wird von Gregor Huss aus München in Kooperation mit Black Belt International durchgeführt. 

Die Ehrung erfolgte auf Vorschlag von Soke Freddy Kleinschwärzer, 8. Dan., der damit das Engagement von Gerold Bauer als Botschafter der Kampfkünste gewürdigt sehen wollte.

                                           

 

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  3. Self - Defense Seminar am 10-10. und 11.10.2009

 

Zum dritten Mal veranstaltete der BSC Wetzgau, dieses Mal in Kooperation mit dem TSV Ruppertshofen, sein stiloffenes Kampfkunst-Wochenendseminar am 10.10 und 11.10 2009 , bei dem erneut der Schwerpunkt auf der praxisorientierten Selbstverteidigung lag. Sehr hochkarätig war die Riege der Referenten besetzt, die jeweils unterschiedliche Stilrichtungen repräsentierten und jeder in seinem Stil ein renommierter Experte ist.

Sehen lassen konnte sich auch die Teilnehmerzahl, denn samstags tummelten sich knapp 100 Sportler im Kultur- und Sportzentrum Jägerfeld, sonntags waren es dann rund 120 Teilnehmer, so dass sogar die Bühne als zusätzliche Trainingsfläche genutzt werden musste. Die Kampfsportler und Budoka hatten zum Teil eine recht lange Anreise in Kauf genommen und kamen zum Beispiel vom Niederrhein, aus dem Raum München oder aus Nürnberg. Stark vertreten waren natürlich die Gastgeber vom BSC Wetzgau / TSV Ruppertshofen sowie die befreundeten Jiu-Jitsu-Dojos aus Schwäbisch Gmünd, Gschwend und Leinzell.

Als Dozenten standen Freddy Kleinschwärzer (8.Dan Seiwakan-Budo), Frank Scheler (8.Dan Kung Fu San Soo), Sepp Oberhollenzer (6. Dan Jiu Jitsu), Sengöl Özgen (5. Meistergrad Li Bo Kung Fu), Gerold Bauer (4.Dan Kempo-Judo) und Profi-Thaiboxtrainer Nizar Castro Issa zur Verfügung. So unterschiedlich die Stile und Bewegungsabläufe auch waren, allen Referenten war eines gemeinsam: 

Sie beherrschten ihre Kampfkunst sicher und konnten problemorientiert und praxistauglich Lösungen für die verschiedensten Arten von Angriffen zeigen.

 

 

        

           

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Prüfung von Gerold Bauer zum 5.Dan im Kempo-Judo

 

Beim 3. Self-Defense Seminar am 10.Oktober 2009 nutzte der Wetzgauer Trainer, Gerold Bauer ,die Anwesenheit von so vielen hochgraduierten Großmeistern , 

um vor Freddy Kleinschwärzer (8.Dan Seiwakan-Budo),  Frank Scheler (8.Dan Kung Fu San Soo) und Sepp Oberhollenzer (6. Dan Jiu Jitsu) 

sowie zahlreichen Zuschauern seine Prüfung zum 5. Dan im Kempo-Judo erfolgreich zu absolvieren.

 

 

   

        

        

                         Gerold Bauer mit Prüfern und Ukes                                                 stehend von links: Sepp Oberholenzer, Freddy Kleinschwärzer , Frank Scheler

                                                                                                                                kniehend:  Gerold Bauer                         

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Internationale deutsche Meisterschaft ( "German Open ") im Brazilian Jiu Jitsu:

Drei internationale deutsche Meister

Mit einer in diesem Jahr relativ kleinen Delegation von nur sieben Startern reisten die Kampfgemeinschaft BSC Wetzgau/TSV Ruppertshofen zur internationalen deutschen Meisterschaft („German Open“) im Brazilian Jiu Jitsu. Sie fand wieder traditionsgemäß in Neuried am Rande des Schwarzwalds statt und war mit Kämpfern aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien und Luxemburg wieder sehr gut besetzt. Auch das technische Niveau war schon bei den ganz jungen Startern teilweise überraschend hoch.

 

Unterm Strich konnte sich die „Ausbeute“ des BSC/TSV-Team wirklich sehen lassen: Sina Rota und Hieronymus Weber kamen in der U 15 in ihren Gewichtsklassen mit dem Meistertitel nach Hause. Auch Bernardo Bauer wurde in der U 13 int.dt. Meister und bekam dazu noch einen Technikerpreis. Vizemeister wurden in der U 15 Moritz Rettenmayr und Marvin Rommel; über die Bronzemedaille freuten sich Leon Schurr (U 11) und Simon Münnich (U 15).

       

                                                                         

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Auf der Touristik-Messe CMT in Stuttgart

Gerold Bauer (2. von links)  und Philip Mönch ( 2. von rechts) auf der CMT mit Wirtschaftsminister Ernst Pfister


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2. Self - Defense und Grappling Seminar in Wetzgau

Zum zweiten Mal fand in Wetzgau am 09.12.-10.12.2006 das 2. Wetzgauer  Self-Defense und Grappling Seminar mit nationaler und internationaler Beteiligung statt. Den ca. 30 Teilnehmer aus London ( England ) sowie den ca. 40 Kung Fu San Soo Kämpferinnen und Kämpfern aus Tönisvorst ( bei Krefeld) trainierten mit demselben Spaß wie die Kämpferinnen und Kämpfern aus Heidenheim, Illertissen  und der nahen Umgebung. Nicht nur die Teilnehmer sondern auch den Dozenten, bestehend aus Meistern und Großmeistern hatten Ihren FUN..

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Andreas Rübesam nun auch 4. Dan im Kempo-Judo Ryu Jiu Jitsu

Tom Herold  (6. Dan Judo/6.Dan Kempo-Judo) und Peter Ruhnau (6. Dan Jiu Jitsu)  waren die beiden Referenten eines Budo-Seminars in Heidenheim, an dem auch 13 Mitglieder des BSC Wetzgau teilnahmen. Trotz verschneiter Straßen scheuten rund 60 Teilnehmer aus Illertissen, Schwäbisch Gmünd,
Heidenheim, Geislingen nicht den Weg nach Heidenheim. Die Mischung der verschiedenen Techniken und Übungsweisen machten das Seminar interessant und lehrreich.

Im Rahmen des Seminars wurde wurde an den Ausrichter und Gastgeber des Seminars, AndreasRübesam (4. Dan Jiu Jitsu), die Urkunde für den 4. Dan im Kempo-Judo Ryu Jiu Jitsu überreicht. Bei dieser Graduierung handelt es sich um eine Einstufung. Aufgrund der in jüngster Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellten Leistungen von Sensei Rübesam und der Ähnlichkeit der Techniken waren sich Tom Herold, Gerold Bauer (4.Dan Kempo-Judo) und Dietmar Großkinsky (3. Dan Kempo-Judo) einig, seine bisherige Graduierung im Jiu Jitsu auch in den Kempo-Judo-Stil zu übernehmen. Rübesam hat damit auch die Berechtigung, Gürtel-Prüfungen im Kempo-Judo abzunehmen.

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1. Self - Defense und Grappling Seminar

Überraschend viele Kampfsportler trafen sich am Samstag, den 10. Dezember 2005, in der Turnhalle der Friedensschule zum Wetzgauer Self-Defense und Grappling -Seminar, so dass auf den vier Unterrichtsflächen fünf Stunden langdicht gedrängt und sehr konzentriert geübt wurde. Ausrichter der Veranstaltung war der Budosportclub Wetzgau, der bereits am Freitag mit Tom Herold ( 6. Dan Kodokan-Judo, Schleswig-Holstein ) eine vereinsinterne Schulung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene durchgeführt hatte. Am Samstag standen dann neben Tom Herold noch Wolfgang Hoos-Held ( 10. Dan Godai Ryu Karate , Schwäbisch Hall ), Michael Haselein ( 4.Dan Canadian Jiu Jitsu , Schwarzwald ), Andreas Rübesam ( 4. Dan Jiu Jitsu , Heidenheim ) und vom gastgebenden Verein Gerold Bauer ( 3. Dan Kempo-Judo ) sowie Dietmar Großkinsky ( 2. Dan Kempo-Judo , Illertissen ) als Dozenten auf der Matte. Insgesamt nahmen am Seminarwochenende über 100 Sportlerinnen und Sportler teil. 

Im Anschluss an das Seminar wurden Dan-Prüfungen durchgeführt, an denen auch zwei Mitglieder des BSC Wetzgau teilnahmen. Uwe Kobitzki bestand mit Bravour die Prüfung zum 2. Dan im Kempo-Judo Ryu Jiu Jitsu. In der gleichen Stilrichtung trat Gerold Bauer erfolgreich zur Prüfung für den 4. Dan an. Dietmar Großkinsky legte die Prüfung zum 3. Dan Kempo-Judo ab.

Gerold Bauer ( links ) und Uwe Kobitzki ( rechts ) bei der  Dan-Prüfung

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BSC Wetzgau bei den "World Games of Martial Arts" Gold, Silber und Bronze

Die vier Kampfsportler vom BSC Wetzgau, die als Mitglieder des "Team Germany" bei den "World Games of Martial Arts" in Rosenheim in den Kategorien "Selbstverteidigung", Allkampf und Jiu Jitsu starteten, durften sich über eine schöne "Ausbeute" freuen: Zweimal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze waren bei der Rückfahrt im Gepäck.

Insbesondere die Kategorie "Selbstverteidigung für Schülergrade bis Braungurt" (Frauen und Männer starten dabei in der gleichen Klasse) geriet zum Triumphzug für die Wetzgauer. Denn in einem sehr großen Starterfeld mit Teilnehmern aus Australien, USA, Südafrika, Irland und mehreren Deutschen landeten Nino Assafiri als "World Games Champion" und Marc Vida mit dem zweiten Platz gleich einen Doppelsieg. Nur hauchdünn hinter einer Australierin kam Erika Müller (bei den World Games 2004 in Barcelona auf Platz 1) auf dem vierten Platz vier. Es gab allgemein großes Lob für die Praxisnähe des in Wetzgau beheimateten Kempo-Judo-Stils.

Die Bewertungsjury in der Gruppe "Selbstverteidigung für Schwarzgurte" legte dagegen auf Realitätsbezug zu wenig wert und vergab die Medaillen-Ränge an Teilnehmer mit choreographierten Show-Vorführungen,so dass sich Gerold Bauer im ebenfalls gut besetzten Feld trotz dynamischer und fehlerfreier Demonstration von Techniken nur auf Platz vier wiederfand.

Im Allkampf waren Marc Vida (Schwergewicht) und Nino Assafiri (Mittelgewicht) am Start. Vor allem mit harten Tritten und konsequenten Boxtechniken landeten sie immer wieder Treffer. Am Ende gab es für beiden den dritten Platz. Erika Müller (Frauen/Leichtgewicht) bekam als Lohn für ihre Schlag- und Wurftechniken im Allkampf die Silbermedaille, und Gerold Bauer nahm wie schon 2004 in Barcelona im Jiu-Jitsu (Schwergewicht) die
Goldmedaille mit nach Hause.


 
Marc Vida (Silber und Bronze), Erika Müller (Silber), Nino Assafiri (Goldund Bronze) sowie Gerold Bauer (Gold) vom BSC Wetzgau brachten aus Rosenheim einige Medaillen mit. Mit auf dem Bild sind Mareika Stocker und Wolfgang Joos-Held aus Schwäbisch Hall.
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Europameisterschaft im Brazilian Jiu-Jitsu

Medaillenregen für deutsches BJJ -Team in Lissabon

Auf die eine oder andere Medaille hatte man schon spekuliert und sich auch gute Chancen ausgerechnet. Dass am Ende aber vier von fünf Mitgliedern des Teams vom Deutschen Brasilien-Jiu-Jitsu Bundes bei der Europameisterschaft der "International Brazilian Jiu Jitsu Federation" am Wochenende in Lissabon auf dem Treppchen stehen durften, hatte selbst Verbandspräsident und Coach Michael Haselein nicht erwartet. In ihren jeweiligen Alters- und Gewichtsklassen beziehungsweise in der Kategorie "Absoluto" (offene Klasse) sicherten sich die deutschen Kämpfer mit soliden Leistungen und großem Kampfgeist folgende Medaillen: Peter Frontera aus Augsburg Gold, Gerold Bauer aus Schwäbisch Gmünd Gold und Silber, Michael Haselein aus Lahr Silber und Bronze und Thorsten Schlieper aus München Bronze. Der fünfte deutsche Starter, Christian Kühn aus Berlin, schrammte in einer sehr zahlreich besetzten Gewichtsklasse mit seinem fünften Platz nur haarscharf an einer Medaille vorbei. 

Das Bild zeigt (von links) in der vorderen Reihe Michael Haselein vom JJJC Neuried, IBJJF-Präsident Carlinhos Gracie aus Rio de Janeiro, Christian Kühn und Thorsten Schlieper sowie hinten Gerold Bauer und Peter Frontera.

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 IDM im Brazilian Jiu Jitsu

Zwei Pokale für den BSC Wetzgau

Mit zwei Pokalen kehrte Gerold Bauer vom BSC Wetzgau von der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Brazilian Jiu Jitsu, die am 16.10 und 17.10 in Neuried/Schwarzwald stattfand, zurück.

Im der Kategorie "Masters" wurde er im Schwergewicht Vizemeister und in der "Offenen Klasse" Dritter.  Das Turnier hatte erneut den Stellenwert einer "kleinen Europameisterschaft", denn die Teilnehmer kamen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus der Schweiz, aus Frankreich, Spanien, Polen und sogar aus Brasilien.

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"Kampfsport-Olympiade" in Barcelona:

Erika Müller und Gerold Bauer holen Gold

Schon die Zeit der Vorbereitung glich einem harten Fight - doch all der Schweiß , auch die kleinen Verletzungen und vor allem   der Wille haben sich für Erika Müller und Gerold Bauer vom Budo-Sport-Club Wetzgau gelohnt. Bei den "World Martial Arts Games", der inoffiziellen Weltmeisterschaft des Kampfsports, holten die beiden insgesamt drei Goldmedaillien. Zudem gelang es mit dem deutschen Team, den Titel "Grandchampion" im Kickbox-Teamkampf       zu verbuchen.

Es ging zur Sache in Barcelona - 500 Kampfsportler aus aller Welt trafen sich in der spanischen Metropole , um ihre Titelträger zu ermitteln. In der deutschen Mannschaft standen mit Erika Müller und Gerold Bauer auch zwei Kämpfer des BSC-Wetzgau , die sich bereits in der Vergangenheit einen Namen gemacht hatten. Erika Müller trat - in der Kategorie "Selbstverteidigung der Frauen" - mit Gerold Bauer als Angreifer an. Die beiden beeindruckten Jury und Publikum gleichermaßen - sehr hohe Bewertungen (Durchschnittsnote 9,98 ) sicherten Erika Müller den ersten Platz. 

Auch beim deutschen Bundestrainer, Freddy Kleinschwärzer aus Rosenheim, agierte Bauer als Partner in der "Selbstverteidigung für Männer" - und wieder hieß es : Gold für Deutschland !

Der 42-jährige Gerold Bauer war in den Kampfdisziplinen - im "Grappling" (Jiu-Jitsu ohne Schläge und Tritte) sowie Freestyle (Jiu-Jitsu) - dabei. Im Finale des "Grapplings" zwang er seinen Gegner aus Großbritannien nach 50 Sekunden durch einen Kreuzwürger zur Aufgabe. Und: Auch im Freestyle kletterte der 1.Vorsitzende des BSC-Wetzgau auf die höchste Stufe des Treppchens.

Den krönenden Abschluss lieferten dann die Athleten des deutschen Teams gemeinsam : Sie wurden Meister im Kickbox-Teamkampf - auch hier hatten die Britten einmal mehr in einem dramatischen Finale das Nachsehen.

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Kampfkunstseminar des DVFK

Top-Trainer beim Kampfkunstseminar des SC Bühlertann

Die noch junge Karate-Abteilung des SC Bühlertann  hat sich in der Vereinsfamilie gut etabliert und richtete dieser Tage das"2.internationale Kampfkunstseminar" des Deutschen Verbandes für fernöstliche Kampfkünste in Bühlertann aus. Das Seminar widmete sich nicht dem sportlichen Kampf, sondern der straßentauglichen Selbstverteidigung für Frauen und Männer.

Wolfgang Joos-Held (10.Dan Godai-Ryu Karate) aus Schwäbisch Hall, der Trainer dieser SC Abteilung, fungierte selbst als einer der Dozenten. Weitere Lehrkräfte waren Rainer Fiedler (7. Dan Ju-Jutsu) aus Oberstreu/Franken, Alfred Kleinschwärzer (7. Dan Kuntaiko und Einsatztrainer beim Bundesgrenzschutz) aus Rosenheim, Frank Scheler (6. Dan Kung-Fu San Soo) aus Tönisvorst/Niederrhein Tom Herold (6. Dan Judo) aus Pretz/Schleswig-Holstein, Michael Haselein (4. Dan Canadian Jiu Jitsu, Brazilian Jiu Jitsu Weltmeister und Free-Fight-Europameister) aus Neuried/Schwarzwald, Benjamin Rittiner (Dog Brother Martial Arts) aus der Schweiz, Natalie Cudzowitz (Jiu-Jitsu Europameisterin und DVFK-Frauenbeauftrage) aus Konstanz sowie Gerold Bauer (Intern.dt. Vizemeister im Brazilian Jiu Jitsu und DVFK-Fachwart für Anti-Terror-Streetfighting) aus Schwäbisch Gmünd.

Neben einem separaten Training nur für Meister und Trainer wurden den rund 100 Teilnehmern aus ganz Deutschland wie im vergangenen Jahr in Schwäbisch Hall effektive Verteidigungsmöglichkeiten für an der Realität orientierte Angriffe geboten. Besonders interessant für die Teilnehmer war der Vergleich der verschiedenen Kampfstile, die auf teilweise sehr unterschiedliche Art und Weise das gleiche Ziel erreichten, nämlich eine gefährliche Attacke auf Leib und Leben schnell und sicher abzuwehren. Besonderes Augenmerk wurde dabei nicht zuletzt auf Angriffe mit Stich- und Schlagwaffen gerichtet. Und natürlich kam  der Bodenkampf nicht zu kurz.

Eine Besonderheit dieses Seminars war das Spezialangebot für Frauen, die in einem separaten Raum trainierten und mit jenen Situationen vertraut gemacht wurden, denen eine Frau in der Regel ausgesetzt ist, wenn sie überfallen wird. Die psychologischen Aspekte der Frauenselbstverteidigung nahmen dabei breiten Raum ein. Darüber hinaus wurden unter Stressbedingungen und realitätsnah Angriffe, auch verbaler Art, vorgestellt sowie deren Abwehr trainiert, damit die Teilnehmerinnen im Fall des Falles nicht aufgrund einer unbekannten Situation vor lauter Schreck wie gelähmt sind, anstatt ihre gelernten Techniken anzuwenden.

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Seminar "Judo-Spezialwürfe" mit Tom Herold (6.Dan) beim Budosportclub Wetzgau

Mit nicht alltäglichen Wurfeingängen befassten sich die älteren Kinder sowie die Jugendlichen und Erwachsenen des BSC Wetzgau im Rahmen eines Lehrgangs mit Tom Herold (6. Dan Judo). Der erfahrene Kämpfer und Trainer war vor dem Fall der Mauer unter anderem DDR-Meister und hat "hinter dem eisernen Vorhang" Turniererfolge in Osteuropa erzielt. Eines seiner Spezialgebiet sind die Würfe außerhalb der Gokyo, sprich jene 260 Wurftechniken, die über die normalerweise gelehrten 40 Grundwürfe hinausgehen. Der 38-jährige Trainer wusste durch die perfekte Ausführung zu beeindrucken und vermittelte auch sehr genau und verständlich, welche Bewegungsprinzipien und physikalischen Grundlagen erfüllt sein müssen, damit die Würfe auch gegen einen sperrenden Gegner funktionieren. Tom Herold machte darüber hinaus auch darauf aufmerksam, dass Feldenkrais- oder Pilates-Übungen eine ideale Gymnastik für Judokas sind. Speziell für den Bereich Kempo-Judo/Selbstverteidigung zeigte Herold darüber hinaus auch die Effektivität von Kyusho-Techniken. Dabei werden gezielt extrem schmerzempfindliche Stellen des Körpers so gereizt, dass ein Gegner jeden Widerstand aufgibt und sich auf diese Weise mühelos Werfen oder in einen Würgegriff beziehungsweise in eine Hebeltechnik hinein manövrieren lässt.

 

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Internationale deutsche Meisterschaft :  BSC-Kämpfer Vize

Bei der internationalen deutschen Meisterschaft (German Open 2003) im Brazilian Jiu-Jitsu belegte Gerold Bauer (links) vom BSC Wetzgau im Schwergewicht der "Master Class" den zweiten Platz und hat sich damit auch für die Europameisterschaft in Portugal qualifiziert. Bei dieser Veranstaltung im badischen Neuried waren am Wochenende über 150 Kämpfer aus Deutschland, der Schweiz, Italien, Frankreich, Belgien, Polen, Tschechien, USA und sogar einige sehr starke Teams aus dem Mutterland dieses Sports, Brasilien, am Start. Mit erfolgreichen Wurf- und Kontrolltechniken sicherte sich der Gmünder dank deutlicher Punktsiege über die Franzosen Patrick Lombardin und Bruno Levevre den Weg ins Finale, wo er auf den ebenfalls noch ungeschlagenen Olaf Wiegers aus Gießen traf. Die beiden praktisch gleichstarken Kämpfer schenkten sich im Endkampf nichts, so dass keiner von beiden eine erfolgreiche Technik anbringen konnte. Wiegers bekam als der aggressivere Kämpfer eine hauchdünne Vorteilswertung und damit den Sieg zugesprochen.

                                      

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BSC: Vier Vize-Meister

Die offene deutsche Allkampfmeisterschaft des DVFK wurde vom Budosportclub Wetzgau ausgerichtet und brachte dem Gastgeber gleich vier Vize-Meistertitel ein. Parallel lief in der Halle der Friedensschule ein Newcomer-Turnier im Brazilian Jiu Jitsu, bei dem es einen dritten Platz für den BSC gab.

Der Allkampf nach den Regeln des deutschen Verbandes für fernöstliche Kampfkünste favorisiert den realen Kampf und orientiert sich am brasilianischen "Vale-Tudo", was so viel heißt wie "Alles ist erlaubt". Allerdings schreibt der DVFK kleine Handschuhe sowie Kopf-, Schienbein- und Spannschutz vor und beschränkt den Einsatz von Schlägen und Tritten auf etwa "halbe Kraft". Punktwertungen werden nicht vergeben _ nur klare Treffer auf empfindliche Ziele werden vom Kampfrichter als Technischer KO gewertet. Es dürfen sowohl im Stand als auch auf dem Boden alle Techniken eingesetzt werden (mit Ausnahme von Fingerstichen in die Augen und Angriffen auf den Genitalbereich). Bei Würfen sowie Hebeln und Würgegriffen ist der volle Krafteinsatz erlaubt. Siege sind nur durch TKO oder durch Aufgabe des Gegners möglich _ und in Finalkämpfen gibt es keinerlei Zeitlimit.

 Im Leichtgewicht konnte sich der erst 17-jährige Nino Assafiri vom BSC mit temperamentvollen Kickbox-Techniken bis ins Finale vorkämpfen, wo er auf Mike Cüppers (Luta Livre Köln) traf. Cüppers hat bereits die Ultimate Grappling Challenge und die internationale deutsche Meisterschaft im Submission Wrestling gewonnen. Er konnte sich nun auch den deutschen Allkampf-Titel sichern.

 In der mittleren Klasse kam BSC-Kämpfer Marc Vida auf den zweiten Platz hinter Max Friedrich (Brazilian Jiu Jitsu Neuried/Schwarzwald). Vida setzte sich unter anderem mit Boxtechniken und guten Kniestößen in der Bodenlage durch. Im Schwergewicht gelang es BSC-Trainer Gerold Bauer, den amtierenden WM-Dritten im Brazilian Jiu Jitsu, Holger Schipper (Neuried) mit Schlägen in der Bodenlage zu besiegen. Als beide dann punktgleich im Finale erneut aufeinander trafen, bot der Gmünder dem Gast als Revanche an, diese zweite Begegnung im Brazilian-Jiu-Jitsu-Modus auszufechten. Dieses Duell entschied dann WM-Dritte mit einem Armhebel für sich. Bei den Damen belegte Erika Müller (BSC) hinter Natalie Mack (Iller-Dragons, amtierende deutsche Jiu-Jitsu-Jugendmeisterin) den zweiten Platz.  

Nino Assafiri vom BSC war parallel auch bei den BJJ-Newcomern gestartet. Er kam dort auf den dritten Platz.  

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Demonstration beim Gmünder Stadt-Fest am 13.09.2003